Kann DHL eine Anschrift nicht maschinell leitcodieren, muss die Sendung im Paketzentrum manuell nachbearbeitet werden – und das berechnet DHL Geschäftskunden mit 0,49 € netto pro Sendung. Die gute Nachricht: Fast jeder dieser Fälle geht auf eine Adresse zurück, die sich vor dem Versand korrigieren lässt. Diese Seite zeigt, wie das Entgelt entsteht, was es kostet und wie Sie es dauerhaft loswerden.
Tippen Sie eine Anschrift so ein, wie sie ein Kunde im Shop hinterlässt – die Engine zeigt Ihnen die amtliche, leitcodierbare Schreibweise.
Auf jedem Paketlabel stehen normalerweise zwei große Barcodes: der Identcode (die Sendungsnummer) und der Leitcode – ein 14-stelliger Code aus PLZ, Straße und Hausnummer, über den die Sortieranlagen im Paketzentrum die Sendung automatisch auf den richtigen Zustellbezirk leiten.
Der Leitcode wird beim Labeldruck aus Ihrer Adresse erzeugt – und zwar nur dann, wenn die Anschrift in den Zustell-Leitdaten gefunden wird. Ist die Straße falsch geschrieben, der Ort unbekannt, die PLZ verdreht oder das Format unplausibel, bleibt der Leitcode leer. Auf dem Label ist dann nur ein Barcode zu sehen. Die Sendung fällt aus der Automatik, wird im Paketzentrum von Hand nachbearbeitet und neu codiert – und genau diese Nachbearbeitung stellt DHL als Leitcodenachentgelt in Rechnung.
0,49 € klingen nach wenig – die Summe entsteht über die Menge. Wie viele Ihrer Sendungen betroffen sind, hängt allein von der Qualität Ihrer Adressdaten ab. Typisch sind wenige Prozent; im Shop-Handel mit freier Adresseingabe können es deutlich mehr sein.
| Sendungen / Monat | 1 % betroffen | 2 % betroffen | 5 % betroffen |
|---|---|---|---|
| 1.000 | 59 € / Jahr | 118 € / Jahr | 294 € / Jahr |
| 5.000 | 294 € / Jahr | 588 € / Jahr | 1.470 € / Jahr |
| 20.000 | 1.176 € / Jahr | 2.352 € / Jahr | 5.880 € / Jahr |
| 50.000 | 2.940 € / Jahr | 5.880 € / Jahr | 14.700 € / Jahr |
Das Entgelt entsteht im Paketzentrum – verhindern lässt es sich nur davor, in Ihrem eigenen Prozess. Diese fünf Schritte greifen der Reihe nach ineinander.
Der einzige Zeitpunkt, an dem eine Korrektur noch kostenlos ist, liegt vor dem Labeldruck – im Checkout, beim Auftragsimport oder spätestens vor der Versandfreigabe. Ist das Label einmal gedruckt, ist der fehlende Leitcode bereits Fakt.
Eine Prüfung „PLZ hat fünf Ziffern" fängt keinen einzigen Codierfall ab. Entscheidend ist der Abgleich gegen den amtlichen Datenbestand, aus dem der Leitcode gebildet wird: Existiert diese Straße in dieser PLZ – und wie heißt sie dort offiziell?
„Hauptstrasse", „Haupt Str.", „Hauptstraße" meinen dasselbe, aber nur eine Form ist die leitcodierbare. Dasselbe gilt für Ortsteile statt Orte („Barmbek" statt „Hamburg"), veraltete Ortsnamen nach Gebietsreformen und abgekürzte Vornamen in Straßennamen.
Tippfehler und Zahlendreher in der PLZ, fehlende oder zusammengeschriebene Hausnummern, Firmenname im Straßenfeld, Umlaut- und Akzentschreibweisen, sowie Packstationen und Postfilialen mit ungültiger Nummer – das sind die Muster, die in der Praxis immer wieder Nachentgelt auslösen.
Nicht jede kaputte Adresse ist eindeutig reparierbar. Wo mehrere Straßen gleich nah liegen, ist eine automatische „Korrektur" gefährlicher als das Entgelt: Sie erzeugt eine Fehllieferung. Solche Fälle gehören mit einem konkreten Vorschlag in die manuelle Prüfung – der Rest läuft automatisch durch.
Für denselben Aufschlag sind je nach Quelle, Warenwirtschaft und Rechnungsposition sehr unterschiedliche Bezeichnungen im Umlauf. Gemeint ist immer die manuelle Nachcodierung im Paketzentrum:
Auf der Rechnung selbst taucht die Nachbearbeitung häufig als Hinweis „Ident in PZ dupliziert“ bzw. „RC-Label in PZ dupliziert“ auf – PZ steht für Paketzentrum, RC-Label für das neu erzeugte Routing-Code-Label.
0,49 € netto je nachbearbeiteter Sendung. Der Betrag gilt pro Sendung, nicht pro Auftrag – bei mehreren Paketen einer Bestellung fällt er entsprechend mehrfach an.
Der Leitcode ist ein 14-stelliger Code aus PLZ, Straße und Hausnummer, über den Sendungen im Paketzentrum automatisch sortiert werden. Lässt sich eine Adresse nicht leitcodieren, fehlt dieser Code auf dem Label, die Sendung muss manuell nachbearbeitet werden – und DHL berechnet Geschäftskunden dafür 0,49 € netto pro Sendung.
Nur dort, wo die Adresse nachweislich korrekt und leitcodierbar war und die Nachbearbeitung eine andere Ursache hatte (z. B. ein durch Nässe unlesbarer Barcode). War die Anschrift fehlerhaft, ist das Entgelt berechtigt. Der wirtschaftlich sinnvollere Weg ist deshalb, die Fälle gar nicht erst entstehen zu lassen.
Nein. Der Leitcode entsteht aus PLZ und Straße und Hausnummer. Eine gültige PLZ mit falsch geschriebener Straße ist genauso wenig leitcodierbar wie eine unbekannte PLZ.
Häufigste Ursache: Die Straße ist zu neu oder wurde umbenannt und steht noch nicht im verwendeten Datenstand. DHL gibt die Zustell-Leitdaten quartalsweise neu heraus – wer gegen einen veralteten Stand prüft, hält eine real existierende Anschrift für unbekannt und erzeugt genau die Nachbearbeitung, die vermieden werden soll. Den aktuellen Datenstand erhalten Sie über Ihren eigenen DHL-Geschäftskundenvertrag; das Update ist ein einfacher Austausch der Daten, ohne Neuinstallation.
Ja. Packstationen und Postfilialen müssen mit gültiger Stationsnummer und Postnummer angegeben sein. Eine erfundene oder vertippte Stationsnummer führt genauso in die manuelle Nachbearbeitung.
Gebräuchlich sind Leitcodenachentgelt, Leitcode-Nachentgelt, Leitcodierentgelt, Leitcodierungsentgelt, Codierentgelt (auch „Codierentgeld“), Nachcodierentgelt, Nachcodierungsentgelt und Nachentgelt. Auf der Rechnung erscheint die Nachbearbeitung häufig als Hinweis „Ident in PZ dupliziert“ bzw. „RC-Label in PZ dupliziert“.
Nein. Der Adress-Check läuft lokal auf Ihrem Server: Die Prüfung findet gegen einen lokalen Datenbestand statt, es entstehen keine Kosten pro Abfrage und keine Kundenadresse verlässt Ihr Haus.
Wie viele Ihrer Anschriften heute nicht leitcodierbar sind, finden Sie am besten selbst heraus: Wir richten den Adress-Check auf Ihrem Server ein, Sie lassen Ihren eigenen Adressbestand lokal durchlaufen und sehen anschließend schwarz auf weiß, wie viele Sendungen betroffen wären und was das hochgerechnet im Jahr kostet. Ihre Adressdaten bleiben dabei vollständig bei Ihnen – Sie schicken uns keine Kundendaten, es gibt keine Cloud und keine Kosten pro Abfrage.
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